Intensiv betreute Wohn- und Betreuungsangebote

Wohnangebot Jugendhilfe (SGB VIII)

Das stationäre Jugendhilfeangebot richtet sich an Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 21 Jahren, die aufgrund unterschiedlichster und vielfältigster Belastungssituationen und/oder individueller Entwicklungs- und Reifungsprobleme eine Essstörung entwickelt haben oder zu entwickeln beginnen.

Häufig befinden sie sich in einer Lebenssituation, die innerhalb des bestehenden sozialen Gefüges keine Perspektiven mehr aufweist. Die familiären Beziehungen sind mit ihren Möglichkeiten, Bemühungen und Versuchen, die Gesundheit des Kindes wiederherzustellen, an ihre Grenzen gekommen bzw. nach Jahren des Engagements und der Sorge völlig überfordert und belastet.

Oft sind Versuche, das eigene Kind nach einem stationären Klinikaufenthalt wieder in den familiären Alltag zu integrieren, gescheitert. Das alte Muster ist wieder aufgenommen, die Essstörung wieder aktiviert worden. Die Fähigkeit zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ist bereits beeinträchtigt.

Aufnahmekriterien sind u.a.:

  • Mindest BMI 16,5
  • Bereitschaft zur Symptomaufgabe
  • Motivation zum Gesundwerden
  • Bereitschaft zur Mitwirkung
  • Geklärte Kostenübernahme

Ausschlusskriterien sind u.a.:

  • Akute klinisch-stationäre Behandlungsbedürftigkeit
  • Akute Suizidalität
  • Substanzmittel-Missbrauch
  • Mangelnde Mitwirkungsfähigkeit

 

Wohnangebot für Volljährige (SGB IX)

Das Angebot der Intensiv betreuten Ambulanten Wohngemeinschaften (IAW) richtet sich an Volljährige, die an einer Ess-Störung erkrankt sind und aufgrund dessen von einer dauerhaften seelischen Behinderung bedroht bzw. betroffen sind. Häufig hat die Ess-Störung einen langen, bereits chronischen Verlauf und es sind weitere psychische Erkrankungen diagnostiziert worden. Die Teilhabefähigkeit am gesellschaftlichen Leben ist bereits stark beeinträchtigt. Es besteht ein hoher Integrationsbedarf.

Die Betroffenen befinden sie sich in einer Lebenssituation, die innerhalb des bestehenden sozialen Gefüges keine Perspektiven mehr aufweist. Die Aufnahme kann an die Betreuung im Jugendhilfebereich oder an die Betreuung im Rahmen der individuellen ambulanten Hilfen der LaVie gGmbH anschließen. Ebenso ist der Zugang aus der Eigenständigkeit oder der Herkunftsfamilie möglich.

Aufnahmekriterien sind u.a.:

  • Mindest BMI 17,5
  • Einverständnis für die Leitlinienorientierte Betreuung (S3 Leitlinien) gem. Konzeption
  • Motivation zum Gesundwerden
  • Bereitschaft zur Mitwirkung
  • Geklärte Kostenübernahme
  • Abschluss eines Miet- und Betreuungsvertrages

Ausschlusskriterien sind u.a.:

  • Akute klinisch-stationäre Behandlungsbedürftigkeit
  • Akute Suizidalität
  • Substanzmittel-Missbrauch
  • Psychosen
  • Mangelnde Mitwirkungsfähigkeit
  • Ausgeprägte Mobilitätseinschränkung (Einrichtung ist nicht barrierefrei)